Geschichte des Rotterdamer Hafens

Der Bau eines Dammes im Fluss Rotte etwa 1250 gilt als Ursprung Rotterdams. Die Ansiedlung stellte sich als idealer Ort für den Umschlag von Gütern von Seeschiffen auf kleinere Boote heraus. Durch den Handel entwickelte sich das Gebiet schnell und 1340 erhielt Rotterdam Stadtrechte. Handel und Schifffahrt wuchsen weiter und neue Häfen wie der Leuvehaven, der Wijnhaven und der Glashaven entstanden.

Mit dem Bau des „Nieuwe Waterweg“ im Jahr 1864 begann ein Jahrhundert des Wachstums und der Expansion des Hafens. Die Entwicklung von Botlek, Europoort, Merwe-Vierhavens und sieben Radarstationen machte Rotterdam 1962 zum größten Hafen der Welt – noch größer als Konkurrent New York.

Diesen Titel behielt die Stadt bis 2004. Und auch heute noch spielt der Hafen eine wichtige Rolle auf globaler Ebene. Beeindruckende neuere Entwicklungen sind unter anderem das innovative Sturmflutwehr Maeslantkering und die Aufschüttung der Maasvlakte 2, wodurch die Niederlande um rund zweitausend Hektar größer geworden sind.

Derzeit arbeitet der Rotterdamer Hafen intensiv an der Verbesserung der Nachhaltigkeit. Ziel ist es, dass Hafen und Industrie bis 2050 klimaneutral werden.

Een luchtfoto van de Maeslantkering en de Nieuwe Waterweg met schepen

Den Rotterdamer Hafen entdecken: Portlantis & Port Pavilion

Portlantis und das Port Pavilion zeigen, wie der Rotterdamer Hafen funktioniert und sich entwickelt. Hier dreht sich alles um Industrie, Technologie und Zukunft.

Portlantis liegt auf der Maasvlakte 2 und ist ein Erlebniszentrum rund um den Rotterdamer Hafen. Das markante Gebäude mit gestapelten Ebenen und roter Außentreppe bietet einen weiten Blick auf Hafen, Nordsee und Windparks. 

Im Inneren zeigt eine interaktive Ausstellung, wie der Hafen funktioniert und welche Rolle er im Alltag spielt. Von hier starten auch Rundfahrten zu Land und zu Wasser über die Maasvlakte 2.

Port Pavilion

Auch im Zentrum von Rotterdam gibt es die Möglichkeit mehr über den Hafen zu erfahren: im Port Pavilion am Leuvehaven. Ein elf Meter langes interaktives Modell bietet eine Übersicht über alle Radwege, Aussichtspunkte, Touren, Attraktionen und Strände im und rund um den Hafen. Außerdem zeigen große Bildschirme Eindrücke vom Hafen, sodass man fast das Gefühl hat, schon dort zu sein. Die anwesenden Hafenhosts helfen gerne bei der Planung eines Ausflugs durch den Rotterdamer Hafen.

Een foto van de grote plattegrond van de Rotterdamse haven in het haven bezoekerscentrum Port Pavilion

Radfahren und Wandern im Rotterdamer Hafen

Im Rotterdamer Hafengebiet gibt es über 175 Kilometer an Radwegen. Und auch zu Fuß kann man hier eindrucksvolle Touren unternehmen. Unterwegs wechseln sich Industriegebiete und weitläufige Naturlandschaften ab.

Die „Havenhosts“ im Port Pavilion am Leuvehaven helfen bei der Auswahl passender Routen für die Erkundung des Hafens. Auch bei Portlantis gibt es Informationen zu Rad- und Wanderwegen. Und mit dem ANWB-Radknotenpunktplaner kann man sich auch eine eigene Route zusammenstellen.

Weitere Informationen zu Fahrradrouten in Rotterdam und Umgebung gibt es auf dieser Seite.

Two cyclists pass Futureland and an enormous modern wind turbine at Maasvlakte

Natur im Hafen

Das Krabbenterrein, Paddenpoelen, Vogelvallei und Geuzenbos - im Rotterdamer Hafen kann man auch überraschend viel Natur entdecken. Hier leben unter anderem Seehunde, Zwergfledermäuse und schottische Hochlandrinder und es kommen hier besondere Pflanzenarten wie das geschützte Sumpf-Glanzkraut vor.

Die Website des Port of Rotterdam bietet weitere Informationen zur Natur im Hafen, unter anderem eine interaktive Karte mit den verschiedenen Naturgebieten.

Een foto van de duinen bij het Maasvlaktestrand met de op de achtergrond het strand met recreanten in de zomer

Schiffe beobachten

Tanker, Frachtschiffe, Bohrplattformen und Containerkräne – die Hafenaktivitäten in Rotterdam sind beeindruckend und abwechslungsreich. Besonders gut beobachten lassen sie sich bei Slag Maasmond, dem Eingang zum Hafen, den jährlich rund 30.000 Seeschiffe passieren.

Auch vom Noorderpier in Hoek van Holland aus bietet sich ein weiter Blick auf die Maasmündung und die Anlagen der Maasvlakte. Von der Landtong Rozenburg, einer etwa neun Kilometer langen Landzunge, sieht man außerdem den Nieuwe Waterweg und den Calandkanal.

Wer lieber in der Stadt bleibt, kann Hafenatmosphäre auch zu Fuß erleben. Ein Spaziergang über die Boompjes oder entlang der Westerkade und Parkkade führt direkt ans Wasser. Von den Bänken aus lassen sich vorbeiziehende Binnenschiffe beobachten.

Während der Kreuzfahrtsaison legen zudem regelmäßig große Kreuzfahrtschiffe an der Wilhelminakade an.

Vom Dakpark in Rotterdam West reicht der Blick über den ehemaligen Fruchthafen bis ins heutige M4H-Gebiet. Hier sitzen inzwischen viele innovative Unternehmen, die industrielle Vergangenheit ist jedoch weiterhin spürbar.

Tipp: Im Sommer gibt es in Vlaardingen einen Pop-up-Strand an der Maas.

Wereldhavendagen

Jedes Jahr wird der Rotterdamer Hafen am ersten Septemberwochenende mit den Wereldhavendagen (Welthafentagen) gefeiert. Das dreitägige Festival feiert im nächsten Jahr seine 50. Ausgabe und zieht inzwischen jedes Jahr rund 400.000 Besucher an. Freu dich auf Exkursionen, Hafenrundfahrten, Shows auf dem Wasser und vieles mehr. Ein Höhepunkt ist das Feuerwerk am Samstagabend.